SCHÜTZENHALLE

In den Anfängen lieh man ein Lakenzelt von dem Schützenverein in Meiste. Für den Transport waren zwei Pferdewagen notwendig. Ein mühsames und zeitaufwendiges Unterfangen. Am frühen Morgen verließen die Männer das Dorf und trafen erst am späten Abend wieder ein. Eine Gelegenheit, eine eigene Halle zu errichten, bot sich im Frühjahr 1929.

1929

Die Firma Keiser verkaufte in Hoppecke auf dem Bombenkopf einige Baracken. Die größte und beste erstand der Schützenverein. Der Zimmermeister Andreas Kersting aus Bleiwäsche wurde mit dem Abbruch beauftragt. Unter Abänderungen errichteten er und der Maurermeister Berlinger aus Madfeld mit der Hilfe der Schützenbrüder die erste Schützenhalle auf der Wallmei. In der Nordseite wurde eine von Lehrer Dregger verfaßte Grundsteinurkunde mit Geldscheinen eingemauert. Die erste Schützenhalle war nicht unbedingt ein Prunkstück, aber der aufwendige An- und Abtransport des Leihzeltes entfiel.

1931

In der Generalsversammlung rügt der Kassierer, „dass beim Aufstellen der Binder nicht sorgfälltig genug verfahren sei“. Die Aufstellung der Maschinen erfolgt in Zukunft nur in Gegenwart eines Vorstandsmitgliedes. Die „Gebühren“ werden festgelegt: Jährlich sind für einen Binder 3 Reichsmark und für einen Grasmäher oder eine Sämaschine sind 1,50 Reichsmark zuentrichten.

1932

Die schwierige wirtschaftliche Lage und die Schuldenlast des Vereins haben den Abschluss einer Feuerversicherung bis zum 20. Juli 1932 hinausgezögert. Der Wert wird mit 4.000 Reichsmark beziffert und die Prämie beträgt 1,5 %o.

1933

Die erste große Pflanzaktion ist im Protokoll festgehalten: „Am 8. April 1933 wurden vor der Schützenhalle zwei Linden gepflanzt, die vom Hauptman Anton Heppe gestiftet waren. Schützenbruder Franz Schneider Lieferte eine Karre Mist bei der Pflanzung. Gepflanz wurden die Linden durch den Schützenbruder Franz Vogtland und die Vorstandsmitglieder Bernhard Schneider und Heinrich Dregger.“

1936

Die Bänke in der Halle müssen erneuert werden. Mit dem Bau von „zwei losen Bänken“ werden Anton Heppe jun. Und Josef Schneider beauftragt. Für diese Arbeit wird ihnen auf Antrag der Beitrag für zwei Jahre erlassen. Der Tanzboden wird aufgenommen und erneuert.

1947

Das erste Schützenfest mit elektrischer Beleuchtung kann gefeiert werden. Die Elektrizität hat bereits im Bezember 1946 das Dorf erreicht. Die Bänke in der Schüztenhalle werden erneuert.

1953

Der Tanzboden wird aufgenommen, der Untergrund befestigt und der Holzboden erneuert.

1961

Die Bretterwand der Frontseite wird durch eine massive Wand ersetzt. Die hohen Kosten sind Anlass für eine außerplanmäßige Generalversammlung im April. Zur Finanzierung wird eine höhere Unterstellgebühr für die landwirtschaftlichen Geräte beschlossen: Die Jahresgebühr für einen Binder wird auf 10.00 DM festgesetzt. Für kleinere Maschinen und Geräte wird jährlich 5.99 DM

erhoben. Zusätzlich ist eine Betragserhöhung notwendig. Die Erhöhung ist befristet, bis die Schulden des Vereins getilgt sind. Zusätzlich wird eine einmalige Umlage von 15.00 DM notwendig, um die umfangreiche Baumaßnahme zu finanzieren. Neue Fenster auf ostseite und dringende Erhaltungsreparaturen werden auf das nächste Jahr verschoben.

1964

Eine neue Toilettenanlage nach den Plänen von Architekt Schulte, Madfeld, wird angebaut. In Eigenleistung werden das Ausschachten und das Gießen der Fundamente erbracht. Die Ausführung der Bauarbeiten wurden der Firma Schmies, Nehden, überdragen. Die gleichzeitige umgestaltung des Schankraumes wird unter Beteiligung einer großen Zahl der Schützenbrüder gefertigt. Diese umfangreiche Umgestaltung der Halle kann nur mit einem Darlehen finanziert werden. Im Vertrauen auf den Schützenverein bürgt jedes Vorstandsmitglied freiwillig für das Darlehen.

1965

Im Herbst erneuert Theo Müller (Rubes) das Vordach über der Küche.

1968

Die Toilettenanlage bedarf einer dringenden Erweiterung, die in Eigenleistung der Schützenbrüder durchgeführt wird.

1970

Der Verein kauft von der Gemeinde das Grundstück „Auf der Wallmei“. In Eigenleistung wird der Vorplatz der Schützenhalle befestigt und asphaltiert.

1971

Das 50jährige Vereinsjubiläum wirft seine Schatten voraus. Rechtzeitig zum Jubiläumsfest im nächsten Jahr soll die Schützenhalle umfangreich renoviert werden. Ein neues Dach ist dringend erforderlich. Alle Mauern soll massiv werden. Für die freitragenden Binder sind zusätzlich Stützen in den Außenwänden und ein Betonkranz für die neue Dachkonstruktion erforderlich. Zusätzlich soll das äußere Erscheinungsbild mit einem Außenputz aufgewertet werden. Unter großer Beteiligung aller Schützenbrüder wird mit den Arbeiten im Frühjahr begonnen und rechtzeitig zum Schützenfest strahlt die Halle im neuen Gewand. Bei den Arbeiten wird die Grundsteinurkunde, die versiegelt in einer Flasche in der Nordwand eingemauert ist, gefunden. Eine Kopie der Urkunde, eine neu verfasste Urkunde mit aktuellen Geldstücken und -scheinen wird an alter Stelle eingemauert. Nicht nur fleißige Hände sind gefragt, die Finanzierung ist für den Verein kein leichtes Unterfangen. Mit einer freiwilligen Umlage in Höhe von100,00 DM will man den Fehlbetrag möglichst gering halten. Einigkeit macht stark: bis auf zwei Mitglieder entrichten alle Schützenbrüder ihren finanziellen Beitrag zur Renovierung der Halle.

1974

Die Schulden des Vereins für den Um-bzw. Nkeubau der Halle sind getilgt. Schneller als erwartet kann der Verein, u.a. durch Durchführung des Jubelfestes, die Darlehen ablösen.

1975

Der Tanzboden wird erneuert. Gleichzeitig wird die Musikbühne vergrößert.

1977

Anfang Mai wird die Theke um einen Meter zurückgesetzt.

1978

Ein neuer Innenanstrich und die Vertäfelung der Toilettendecken wird rechtzeitig vor dem Schützenfest fertiggestellt.

1979

Die Nordseite erhält neue Fenster und gleichzeitig wird der noch fehelende Außenputz aufgetragen. Das große Rolltor hat ausgedient und wird durch ein zweiflügeliges Tor ersetzt.

1980

Massive Errichtung eines Oellagers auf der Hallenrückenseite.

1982

Die Arbeitseinsätze in diesem Jahr sind vornehmlich für den Einbau einer Entlüftungsanlage geplant.

1983

Die Küche wird einer umfangreichen Renovierung unterzogen. Nach der Erneuerung der elektrischen Anlage und Plattierungsarbeiten wird eine neue Kücheneinrichtung installiert.

1984

Die Holzbänke in der Schützenhalle haben ausgedient. Neue Sitzgelegenheiten aus Stahl und Holz werden angefertigt.

1985

Erstmals wird ein Obmann für die Schützenhalle gewählt: Wilfried Tüllmann übernimmt dieses Amt.

1986

Umfangreiche Baumaßnahmen sind geplant: An der Front der Schützenhalle soll ein Anbau erfolgen. Der Speiseraum wird erweitert und ein Anbau erfolgen. Der Speiseraum wird erweitert und ein zusätzlicher Versorgungsraum geschaffen. Das äußere Erscheingsbild der Halle wird durch Fachwerk und Holzprossenfenster gefälliger. Das einem Zuschuß, die Mitglieder mit einer enormen Eigenleistung für eine erträgliche finanzielle Belastung der Verinskasse. Im Innern werden Plattierungsarbeiten durchgeführt.

1987

Den Abschluss der Bauarbeiten bildet ein feierlicher Rahmen: Am 9. Mai wird die Schützenhalle offiziell durch Pater Ralf eingeweiht. In seiner Festrede vergleicht er die Dorfgemeinschaft mit einer „kleinen Blume in der Wüste, die nur gedeihen kann, wenn man sie pflegt und sich um sie sorgt“. Den Schützen zollte er Kompliment und Anerkennung für ihren Einsatz. Geehrt für ihren überdurchschnittlichen Einsatz werden: Franz Niggemeier, Wilfried Tüllmann, Reinhold Tüllmann, Theo Müller (Rubes) und das jüngste Vereinsmitglied Martin Romahn.

1988

Für die gelungene Gestaltung der Schützenhalle verleiht die Stadt Brilon eine Urkunde verbunden mit einem Barbetrag.

1989

Eine Außendränage wird verlegt und die Schützenhalle an das Kanalnetz angeschlossen.

1991

Mit der neuen Heitungsanlage wird die Befeuerung von Oel auf Gas umgestellt. Die Musikbühne wird auf massive Füße gestellt und gleichzeitig vergrößert. Außen wird der Schießstand befestigt.

1992

Der Vorplatz der Halle wir im Zuge der Straßenerneuerung neu gestaltet. Der Asphalt wird durch Pflastersteine ersetzt.

1993

Die Hallendecke wird isoliert: Unter Leitung von Gerd Kuhlenkamp wird eine Akustikdecke mit Isowatte zwischen den Dachbindern installiert.

1994

Die Toilettenanlage wird erweitert und umfangreich renoviert.

1995

Die Thekenbelag wird durch Edelstahlauflagen erneuert und erhält zusätzlich Ablaufbecken.

Schützenhalle 1996

1997

Baubeginn für den Anbau eines Speise- und Versammlungsraumes.

2000

Abriss der alten Vogelstange + Aufbau der neuen Vogelstange.

2008

Installation einer Photovoltaikanlage.

2012

Montage neuer Fenster

2016

Erneuerung des Kugelfangs (Entsprechend neuer Auflagen)

2017

Installation einer neuen Heizungsanlage